Deeskalationsmanagement Jugendhilfe Schule

Umgang mit schwierigen Situationen in Schule und Einrichtung

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Schule

Eine gewaltfreie Schule hat es noch nie gegeben. Aggression und der Wunsch nach Selbstbestätigung gehört zur menschlichen Grundausstattung. Neben der Vermittlung von kognitiven Fähigkeiten ist es laut Hurrelmann auch Aufgabe der pädagogischen Institution Schule, den Aggressionen der ihr anvertrauten Schüler produktive Wege und feste Kanalisierungen zu eröffnen, um unakzeptable Gewalt einzudämmen. Immer mehr sozial unsichere, und irritierte SchülerInnen und Schüler kommen in die Schule. Nicht selten übergeben resignierte Eltern den Erziehungsauftrag an die Lehrer, in der Hoffnung Entlastung zu finden. Die Erwartung an Schule wird immer höher und überfordert die Protagonisten nicht erst nach  Umsetzung der Inklusion. Die Medien unterstützen den Stress von außen, die Öffentlichkeit schreit nach Reformen und die Politik verschlingt sich in einer Diskussion über Strukturveränderungen.

Die angebotenen Fortbildungen stellen sich dem Thema: Wie lassen sich berufliche Motivation und persönliches Engagement hochhalten und gleichzeitig Zweifel wieder abbauen?



Jugendhilfe

Gerade die Jugendhilfe/Heimerziehung ist ein institutionelles Arbeitsfeld in dem Debatten über Grenz und Normverletzungen geführt werden. Hierbei wollen wir nicht stecken bleiben in der oberflächlichen Gewaltdebatte in den Medien, sondern wollen uns der differenzierten Dynamiken eines komplexen Alltagslebens stellen. Unsere Fortbildungen haben den Anspruch Handlungssicherheit zu schaffen, in Einrichtungen der Jugendhilfe. Hierbei geht es um die systemische Einbettung eines wertschätzenden Deeskalationsmanagements, welches die Grundlage für die Vermittlung und Vertiefung von selbstreflektierender Kompetenz zur professionellen Gestaltung von gelingenden und tragfähigen Kontakten darstellt. Dies setzt voraus, dass die Fachkräfte eine professionelle, wertschätzende, ressourcenorientierte und partizipative Grundhaltung mittragen.

Das sydema® Deeskalationskonzept Schule/Jugendhilfe

Prävention

Räumliche Beschaffenheit, Regel, Rahmenbedingungen, der institutionalisierte Ordnungsrahmen

Autobiografie

Welches Konfliktverhalten habe ich erlernt und welcher Konflikttypus bin ich? Wie funktioniert meine Impulskontrolle? Was macht mich wütend?

Intervention

Methoden der Früherkennung von Konfliktlagen, Interventionstechniken, verbal, defensiv körperlich, Gefahrenradar, Improvisationstools

Deeskalation

Erkennen von Konfliktdynamiken und Eskalationsverlauf, Möglichkeiten der Intervention, Paradoxe Intervention, Handlungssicherheit auch in schwierigen Situationen, Körpersprache, Nothilfe, Befreiungsgriffe, last-exit Strategien, Umgang mit Beleidigungen, Bedrohungen…..

Nachbetreuung

Nachbetrachtung von schwierigen Situationen, kollegiale Beratung und Unterstützung/Betreuung nach Übergriffen, betriebliche Nachbetrachtung und Veränderung von Krisenherden………

Achtsamkeit/ Burn-out Prophylaxe

Strategien der Entspannung, der gesundheitlichen Vorsorge, kollegiale Unterstützung und Tools für die Pausen, Stressregulation…..

Methoden: Vortrag, Gruppenarbeit, Fallbeispiele, 1zu 1 Simulationen, Praxischeck.
Rahmenbedingungen: 2-Tage Seminar mit umfangreichem Handout für die Teilnehmer/innen. oder eintägige Schilf………
Seminartag: 9.00- 16.00 Uhr Andreas Sandvoß

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